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Ein Wanderer zwischen den Kulturen

Udo Tworuschka

Direktor des Instituts für Human- und Islamwissenschaften

 

 

Am Nachmittag des 10. Juni 2005 standen meine Frau und ich in Isfahan/Iran vor dem Grab unseres Freundes, Lehrers und ehemaligen Kollegen Prof. Dr. Abdoldjavad Falaturi. Traurig, nachdenklich, aber auch dankbar.

Die mehr als eineinhalb Millionen Einwohner zählende Stadt Isfahan wurde von Schah Abbas I. nach den Paradiesvorstellungen des Koran Ende des 16. Jahrhunderts zu einer modernen Stadt umgebaut. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Wirtschaft die tragenden Säulen waren. Der Königsplatz ›Meydan‐e Schah‹ spiegelt diese Verbindung von Geistigem und Weltlichen, von Glauben und Architektur wider: Moschee und Basar stehen einander gegenüber. Seine 500 m Länge machen den Königsplatz zu einem der größten der Welt.

Auf dem ›Rosengarten der Märtyrer‹, einem Friedhof aus dem Krieg mit dem Irak, fand Professor Falaturi, einer der bedeutendsten islamischen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, seine letzte Ruhestätte. In langen Reihen sind dort die Toten des Krieges gegen den Irak begraben. Die meisten Gräber sind mit einem Bild des Gefallenen geschmückt. Falaturis Grab gehört nicht zu diesen Reihengräbern, sondern ist – als Ehrengrab – auf dem Fußweg eingelassen.(http://udotworuschka.jimdo.com/forschung-vermittlung/abdoldjavad-falaturi-2/ (Zugriff: 27.07.2012))

›Gottes ist der Orient – Gottes ist der Okzident‹: Unter diesem Titel – Goethes freie Übersetzung des 115. Verses der 2. Sure des Koran – habe ich 1991 die Festschrift für Abdoldjavad Falaturi zu seinem 65. Geburtstag herausgegeben. 15 Jahre lang habe ich mit meinem Kölner Kollegen und väterlichen Freund zusammengearbeitet, zusammengelebt. Überall wo wir hinkamen, war Falaturi um Gastlichkeit bemüht. So ist bezeichnend, dass der Nicht‐Alkoholtrinker Falaturi in einem Restaurant sofort für mich ein Glas Rotwein bestellte und sich darüber freute, dass es mir sichtlich gut ging. Dann gingen unsere Wege – es war um 1992 herum – auseinander. Ihn zog es nach Hamburg, mich nach Jena. Einmal nur noch sah ich ihn wieder: am Krankenbett in der Berliner Charité, wenige Wochen vor seinem Tod. Er war bei Bewusstsein, konnte aber nicht mehr sprechen. Ein kaum spürbarer Händedruck war ein Hinweis darauf, dass er mich erkannte.

Ich erinnere mich noch ziemlich gut an meinen ersten Besuch Anfang der 1980er Jahre bei ihm in der erst 1978 gegründeten ›Islamischen Wissenschaftlichen Akademie‹ in Köln. Wir kamen sehr schnell in ein fruchtbares Gespräch. An dessen Ende stand die vage Idee eines Forschungsprojektes über das Islambild in deutschen Schulbüchern. Aus diesem Gedanken wurde bald Wirklichkeit. Am Ende unserer eineinhalb Jahrzehnte dauernden Zusammenarbeit mit rund 40 Fachwissenschaftlern und Fachdidaktikern, nach vielen Symposien und Reisen konnte sich das Ergebnis sehen lassen: die im ›Georg‐Eckert‐Institut für Internationale Schulbuchforschung‹ in Braunschweig erschienene, von Falaturi herausgegebene siebenbändige Reihe ›Der Islam in den deutschen Schulbüchern‹ (1986‐90).

An diese für andere Schulbuchanalysen vorbildhafte nationale Projekt schloss sich 1988 ein internationales Forschungsvorhaben an: ›Islam in Textbooks‹ – eine Untersuchung des Islambildes in den westeuropäischen Schulbüchern (http://udotworuschka.jimdo.com/forschung-vermittlung/islam-in-textbooks/ (Zugriff: 27.07.2012)). Dieses Projekt konnte nur zu einem Teil abgeschlossen werden. Untersuchungen aus sieben Ländern liegen vor: Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Niederlande, Österreich, Schweden.

Unser gemeinsamer Leitfaden ›Der Islam im Unterricht. Beiträge zur interkulturellen Erziehung in Europa‹(Vgl. Falaturi, Abdoldjavad und Udo Tworuschka: Der Islam im Unterricht. Beiträge zur interkulturellen Erziehung in Europa, Braunschweig 1996) hat sich erfolgreich durchgesetzt. Wir nannten die Texte intern immer die ›Eifeler Papiere‹, weil sie entweder bei mir zu Hause in Bad Münstereifel oder in Falaturis Ferienhaus am Freilinger See (bei Blankenheim/ Nordeifel) bedacht und formuliert wurden. Es gibt englische, französische, niederländische und türkische Übersetzungen dieser kleinen Schrift.

Abdoldjavad Falaturi wies gern darauf hin, von Kindheit an ›zwei Seelen‹ in seiner Brust zu haben. Sie ließen ihn zu einem idealen Vermittler zwischen Islam und Abendland werden. Geboren wurde Abdoldjavad Falaturi am 19. Januar 1926 in Isfahan – nach einem persischen Sprichwort nesf‐e jahan, die ›Hälfte der Welt‹. In dieser Stadt mit ihrer langen multikulturellen Vergangenheit wuchs er auch auf und legte 1943 an einer deutsch‐persischen Schule sein Abitur ab. Anschließend durchlief er zwei völlig verschiedenartige Studiengänge. 13 Jahre lang studierte er Islamische Wissenschaften (arabische Literatur, islamisches Recht, islamische Geschichte, Theologie, Logik und Philosophie) an Medresen. Zwei Jahre lang studierte er in Isfahan, zwei weitere in Teheran, sechs in Maschhad, die letzten drei wieder in Teheran. 1950 schloss er sein Studium mit dem Igtihad‐Grad ab. Seine philosophischen und theologischen Studien beendete Falaturi mit der Lehrerlaubnis für verschiedene islamische Philosophierichtungen durch namhafte Autoritäten seines Faches ab, u.a. Mahdi Ashtiani.

»Hauptsächlich die Liebe zur Philosophie und vor allem die Suche nach einer philosophischen Wahrheit führten mich, ausgebildet im Rahmen einer immer noch im islamischen Bildungssystem üblichenUniversalgelehrsamkeit mit Abschluss in Philosophie, Theologie, Rechtslehre usw., Ende 1954 nach Deutschland (Wintersemester 1954/55, Mainz). Dabei waren es Denker wie Kant, Hegel, Nietzsche und Heidegger, die, die meiste Anziehungskraft auf mich ausübten. […] Beflügelt war meine geistige Haltung bei meiner Deutschlandreise von einem mystischen Geist, von einem Geist, der alles liebt, was existiert, weil alles und jedes in seiner Art als Zeichen Gottes gilt. Ich konnte und kann mir nicht vorstellen, dass ein Gott, der von allen geliebt wird und alle seine Kreaturen liebt, sich der Willkür der Anhänger bestimmter Verkünder der Religionen unterordnet und alle Menschen entsprechend diesem Wunsch und der Willkür Himmel, Paradies und Hölle zuweist. Mir gefiel und gefällt das Prinzip der Mystik, das die Wege zu Gott als so viele darstellt, wie es Menschen gibt. Dies entspricht auch der koranischen Aussage, dass Gott allen Völkern (immer und überall) Gesandte geschickt hat.«(http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/buecher/dialog/interkulturell. html (Zugriff: 27.07.2012))

In Deutschland nahm Falaturi das Studium der Philosophie, Vergleichenden Religionswissenschaft und Psychologie an den Universitäten Mainz, Köln und Bonn auf. Bonn war damals durch den Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Religionswissenschaft, Prof. Dr. Dr. h.c. Gustav Mensching (1901‐78 vgl. Tworuschka, Udo: Religionswissenschaft. Wegbereiter und Klassiker, Köln-Weimar-Wien 2011 (214-237). – Yousefi Hamid Reza und Ina Braun: Gustav Mensching. Leben und Werk (Bausteine zur Mensching Forschung, Bd.1), Würzburg 2002. – Yousefi, Hamid Reza: Angewandte Toleranz. Gustav Mensching – interkulturell gelesen, Nordhausen 2008), zu dem Studierende aus Indien und Japan ›pilgerten‹, die neben Marburg wichtigste Studienstätte für Religionswissenschaft im deutschsprachigen Raum. Ein von Hause aus offen und multikulturell erzogener Gelehrter wie Falaturi musste von der universalen Weite und der Idee der ›inhaltlichen Toleranz‹(Mensching, Gustav: Toleranz und Wahrheit in der Religion, 3. Auflage neu herausgegeben von Udo Tworuschka, Weimar 1996 (1955)), wie sie Mensching mit großem Engagement vertrat, beeindruckt gewesen sein.

Falaturi und ich haben also, um Jahre versetzt, bei ein und demselben religionswissenschaftlichen Lehrer studiert. Wir haben uns öfter über unseren gemeinsamen Lehrer und dessen Islambild unterhalten (Tworuschka, Udo: Das Islambild Gustav Menschings, in: Ders. (Hg.): Gottes ist der Orient. Gottes ist der Okzident. Festschrift für Abdoldjavad Falaturi, Köln 1991 (344-362)). 1962 promovierte Falaturi bei dem Bonner Kantianer Gottfried Martin (1901‐1972) mit einer Arbeit über die ›Interpretation der Kantischen Ethik im Lichte der Achtung‹. Kant blieb immer sein Lieblingsphilosoph. Falaturis Kölner Habilitation beschäftigte sich mit der »Umgestaltung der griechischen Philosophie durch die islamische Denkweise« (1973).

Inzwischen zum Professor ernannt, gehörte Abdoldjavad Falaturi zu den Mitgründern der Islamischen Wissenschaftlichen Akademie. Seit 1978 leitete er sie mit großem Einsatz und Geschick. In ihrer Satzung wird Falaturis großes Lebensthema formuliert, das gerade heute wieder oben auf der Agenda steht. Um nicht weniger ging es Falaturi als um »eine Neuordnung und neue Sinngebung des Islam«. »Wege und Methoden« sollten überprüft werden, »die es ermöglichen, im Interesse beider Kulturen, der Überforderung bzw. der Entfremdung der Muslime entgegenzuwirken, und die bestehenden gegenseitigen Vorurteile und Missverständnisse abzubauen.« (http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/buecher/grundkonzept/judentum.html (Zugriff 27.07.2012))

Falaturi ging von der Erkenntnis aus, dass die Gemeinsamkeiten größer sind als meist angenommen. Während in der christlichen Kultur mit ihren griechisch‐abendländischen Grundlagen diese allmählich die Oberhand gewannen, verstärkte sich im orientalischsemitischen Bereich allmählich das semitische Element. Falaturi plädierte für eine intensivierte Besinnung auf diese historischen Entwicklungen. Die Erinnerung an die gemeinsamen Grundlagen nützt vor allem auch den Muslimen.

Seitdem Abdoldjavad Falaturi in Deutschland war, verschrieb er sich dem Dialog der ›abrahamitischen Religionen‹. Falaturi vertrat diesen Gedanken schon zu einer Zeit, als in Deutschland daran noch kaum jemand dachte. Bereits 1955, kaum drei Monate nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland, engagiert er sich im interreligiösen Gespräch mit Christen. Bei seinem Vortrag vor Dozenten und Studierenden der evangelischen Theologie im Albert‐Schweitzer‐Haus in Mainz ging es ihm um das, was man mit dem philologisch falschen, mittlerweile etablierten Begriff Trialog benennt: das Gespräch zwischen Judentum, Christentum und Islam.

Die Einsicht, auf die Falaturi damals vor staunenden Hörerinnen und Hörern aufmerksam machen wollte, nämlich der den dreimonotheistischen Religionen gemeinsame Kern des Glaubens an den EINEN Gott, hat innerprotestantisch noch viele Jahre benötigt, um ernst(er) genommen zu werden. Von Anfang an war Falaturi an der Trialogarbeit der auf den Herder‐Verlag in Freiburg/Breisgau zurückgehenden Stiftung ›Oratio Dominica‹ beteiligt. Eine Reihe der dort erschienenen Bände zur ›Großen Ökumene‹ sind in verschiedene Sprachen übersetzt worden. Abdoldjavad Falaturi wurde von den beiden großen Kirchen in Deutschland als islamischer Ansprechpartner geschätzt: aufgrund seiner Beharrlichkeit, kritischphilosophischen, vom Koran inspirierter Frömmigkeit.

Man muss den hochgelehrten und weltoffenen Falaturi erlebt haben, wie er sachkundig und klug die wesentlichen Glaubensinhalte seiner Religion präzise darlegte. Und dabei selbst missionarisch engagierte `Gegner` durch die Stringenz seiner Gedanken überzeugte. Unabhängig davon, wie kritisch und kontrovers so manche Debatte begonnen wurde – im Laufe des Gesprächs entstanden dank Falaturis pazifierender Ausstrahlung Verständigung, ja sogar spätere Freundschaft mit dem ursprünglichen Kontrahenten.

Falaturi liebte die Öffentlichkeit, die Hörfunkmikrofone und Fernsehkameras. Er hatte großen Gefallen an kontroversen Diskussionen. In der Menge wollte er baden – nicht (nur) aus Eitelkeit, sondern um der Sache willen, um der guten humanen Traditionen des Islam willen. Es war ihm ein Anliegen, das von Vorurteilen verzerrte abendländische Bild des Islam zurechtzurücken. Im Rückgriff auf Koran und Sunna gelang es ihm immer wieder, die menschenfreundlichen Elemente des Islam in das rechte Licht zu rücken.

Der Gelehrte und Hochschullehrer Falaturi war ein ausgesprochen religiöser, philosophischer, zugleich aber auch ein politischer Mensch. Weniger im Sinne der Tagespolitik, in die er sich vernünftigerweise nur dosiert hineinziehen ließ. Er betrachtete die Begegnung von Abendland und Islam, den christlich‐islamischen Dialog, nicht nur als eine Angelegenheit von Einzelpersönlichkeiten sozusagen im luftleeren Raum. Denn dieser Dialog ist eingebunden in große politisch‐wirtschaftliche Zusammenhänge. Dies erfüllte ihn auch mit großer Skepsis, solange die islamischen Länder Objekte von Politik und Wirtschaft sind und nicht auf gleicher Augenhöhe mit den westlichen Partnern stehen.

Ich habe verschiedentlich erlebt, dass Abdoldjavad Falaturi enttäuscht und entmutigt von Dialogveranstaltungen kam. Doch niemals resignierte er; denn die große Hoffnung auf das gedeihliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen beseelte ihn. Selbst schwierigsten, aussichtslos scheinenden Situationen konnte er etwas Positives abgewinnen. Und mit dem für ihn gegenüber Freunden so typischen Augenzwinkern ging es dann wieder zur Sache: im akademischen Diskurs, bei der Lehrerfortbildung, in den Medien.

Falaturis philosophischen Tiefgang habe ich ebenso bewundert wie seine geistig‐religiöse Weite. Ihm fehlte jede Engstirnigkeit. Fanatismus und Intoleranz verabscheute er. Mit Beharrlichkeit, ja mit der ihm eigenen zähen Nachhaltigkeit vertrat er eine klare, auf dem Koran gegründete Position. Bei aller Verbindlichkeit bewies er beharrlich ein klares islamisches Profil. Dies ließ ihn zu einem auf christlicher wie islamischer Seite anerkannten Dialogpartner werden.

Der Koran war für ihn eine große Quelle der Dynamik. Zu dem großen, seit Jahren immer wieder von ihm angedachten Koran‐Projekt ist es leider nicht mehr gekommen. Wichtig waren ihm Sätze aus dem Koran wie: »Gott will es euch leicht machen, Er will es euch nicht schwer machen.«(Sure 2:185) Und: »Gott will euch keine Schwierigkeiten auferlegen.«(Sure 5:6) In diesen Sätzen sah Falaturi eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Islam. Sein wissenschaftliches Hauptziel bestand darin, den Islam in einer zeitgemäßen Form darzustellen und die Hindernisse, die seiner Zeitgemäßheit im Wege stehen, wissenschaftlich zu begründen. Von den Modernisten unterschied sich Falaturi dadurch, dass er diese Korrekturen nicht in Form einer Ausklammerung der Probleme verfolgte. Mit Hilfe von Fachsprache und Fachdenken der Rechtsgelehrten versuchte er stattdessen, neue Prinzipien und eine neue Hermeneutik zu entwickeln.

Als herausragender Kenner der schiitischen Geisteswissenschaften und ihrer Quellen baute er die Kölner Schia‐Bibliothek zu einer weltweit renommierten Institution aus. In mehreren Beiträgen hat er seit 1965 auf dieses bedeutsame Projekt hingewiesen. Auch Falaturis Schia‐Forschung ist Ausdruck seines Wirkens für die Einheit des Islam. Sein Ziel bestand darin, die Streitigkeiten zwischen Sunniten und Schiiten beizulegen und die mehr als 80 Prozent ausmachenden Gemeinsamkeiten beider Richtungen wissenschaftlich zu dokumentieren. Im Laufe der Jahre entwickelte er sich zu einer bedeutenden innerislamischen Integrationsfigur. Die sunnitische al‐Azhar‐Universität in Kairo berief ihn, den Schiiten, zum Mitglied des höchsten Islamrates.

Abdoldjavad Falaturis hermeneutisches Vermächtnis sei an den Schluss dieser Betrachtungen über einen wertvollen Menschen gestellt, dessen Freund meine Frau und ich sein durften: »Ich fühle mich selbst als ein Produkt zweier unterschiedlicher Kulturen, der islamisch‐morgenländischen und der christlich‐abendländischen. Ich glaube, die Träger beider Kulturen verstehen zu können. Es ist mir aber nie vollends gelungen, dem Träger einer der beiden Kulturen zufriedenstellend das nahe zu bringen, was die anderen denken und fühlen. Es ist und bleibt meine große Schwierigkeit, den Interessierten im Westen das nahe zu bringen, was die Angehörigen der islamischen Kultur unter ein und demselben Kulturphänomen verstehen und auch umgekehrt. Dieses faktische Hindernis ist es, das nie zulässt, das Selbstverständnis des anderen zu erfahren. Wenn man aber so weit ist, dieses Phänomen als eine Tatsache zu entdecken und anzuerkennen, hat man einen großen Fortschritt in einer multikulturellen Weltgemeinschaft erreicht. Jeder hat Verständnis für die Mentalität und die Lebensweise seines Partners, ohne ihn vollends zu verstehen.«(http://home.arcor.de/muslimeindeutschland/buecher/dialog/interkulturell.html)

 

 

Quelle:

© Institut für Human- und Islamwissenschaften e.V.
Dialog – Zeitschrift für Interreligiöse und Interkulturelle Begegnung
Jahrgang 11 • Heft 20 & 21 •  Jahr 2012


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